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Unsere Pfarrerin

Hallo und Guten Tag,

ich heiße Xenia Mai und bin seit dem 1. Mai Ihre Pfarrvikarin in Schwarz und Udenhausen. Ihre beiden Gemeinden wurden zu meinem Ziel, an dem ich endlich, nach einem langen und steinigen Weg, angekommen bin. Ja, es stimmt, mir stand „der Sinn in die weite, weite Welt“, wie ich es im Internet gelesen habe. Ob aber tatsächlich „Alles Gute“ im Mai kommt, dass werden Sie selbst entscheiden müssen, wenn wir uns kennen gelernt haben. Bevor wir uns aber persönlich kennen lernen, möchte ich Ihnen schon einige Dinge über mich erzählen.

Pfungstadt/Eschollbrücken, meine Heimatgemeinde, liegt kirchlich im Dekanat DA/Land und politisch im Landkreis DA/DI. In Darmstadt habe ich mein Abitur bestanden und mein 1. Studium (Religionspädagogik) absolviert. Theologie studierte ich in Mainz und Heidelberg. Meine Vikariatszeit verbrachte ich in der schönen Wetterau, in Geiß-Nidda und Bad Salzhausen. Seit meinem „Freiwilligen Sozialen Jahr“ 1985/86 sammelte ich Erfahrungen in kirchlicher Gemeindearbeit. Ich war 10 Jahre Mitglied des Kirchenvorstandes, leitete Kinder- und Jugendkreise, führte Freizeiten im In- und Ausland durch, leitete Frauen- und Seniorenkreise, hielt Konfirmanden- und Religionsunterricht, feierte Kindergottesdienste und Gottesdienste, machte Seelsorge- und Geburtstagsbesuche.

In den letzten Monaten arbeitete ich als Krankenhauspfarrerin in der Geriatrie. Dabei lernte ich die Arbeit der Palliativmedizin und des Hospizdienstes kennen, übte mich in interdisziplinärer Teamarbeit ein und sammelte Erfahrung im freien Predigen, vor allem in den Gottesdiensten auf den Demenzstationen. Außerdem fahre ich sehr gerne zum Kirchentag, da dieser stets meinen kirchlichen Horizont erweitert und mir durch seine ökumenische Offenheit den Blick über den eigenen konfessionellen „Tellerrand“ hinaus ermöglicht. Wenn Sie zu dem einen oder anderen Thema gerne mit mir ins Gespräch kommen würden, dann sprechen Sie mich einfach an, ich würde mich sehr darüber freuen. Bei der Suche nach einer „Übergangsunterkunft“ bis zum Ende der Renovierungsarbeiten im Pfarrhaus, bei der mir Pfr. Kretschmer und die beiden Kirchenvorstände sehr behilflich waren, habe ich einige von Ihnen schon kennen gelernt. Die
offene und freundliche Art, mit der man mir begegnete, bestärkt mich in meiner Vorfreude auf weitere Begegnungen und die Arbeit in Ihren Kirchengemeinden.

Ihre Pfarrvikarin, Xenia Mai.

XeniaMai

OrdinationPfarrer Eberhard Hampel, Pfarrer Toralf Kretschmer, Prädikantin Angelika Haber, Präses Horst Schopbach, Pfarrerin Xenia Mai, Propst Klaus Eibach, Pfarrer i.R. Hans-Joachim Freytag und der stellvertretende Dekan Pfarrer Thomas Harsch (von links).

Feierlicher Ordinationsgottesdienst von Xenia Mai, Schwarz/Udenhausen

SCHWARZ (dör). Der Tag hätte für den feierlichen Anlass nicht besser geeignet sein können: Vom tief blauen Himmel strahlte die Sonne über der Evangelischen Kirche in Schwarz und in ihr hatte eine große Menge an Gottesdienstbesuchern Platz genommen, unter ihnen die Kirchenvorstände der Gemeinden Udenhausen und Schwarz, um der feierlichen Ordination von Pfarrvikarin Xenia Mai in den Pfarrdienst beizuwohnen.
Die Eingangsliturgie lag in den Händen des stellvertretenden Dekans des Evangelischen Dekanats Alsfeld, Pfarrer Thomas Harsch. Musikalisch umrahmt wurde der Gottesdienst von Organistin Johanna Kretschmer, dem Posaunenchor sowie dem Evangelischen Singkreis, dem Gemischten Chor und der Vokalgruppe „TonArt“ aus Schwarz. Klaus Krug, Erster Vorsitzender des Kirchenvorstands Schwarz, begrüßte zu Beginn des Gottesdienstes die Besucher. Pfarrer Klaus Eibach, der als Propst für Oberhessen zur Ordination in die Gemeinde gekommen war, gab in seiner Ansprache der Freude Ausdruck, dass die Pfarrstelle in Schwarz nach dem Weggang Pfarrer Gerald Rohrmanns im vergangenen Dezember nun wieder besetzt ist.
In diesem Zusammenhang dankte Eibach „allen, die so bereitwillig mitgeholfen haben, die Zeit der Vakanz zu überbrücken“ und insbesondere den Pfarrern Kretschmer und Dersch für ihr Engagement. Für Xenia Mai hoffe er, dass die aus Südhessen stammende 40-jährige Theologin in Oberhessen „Wurzeln fassen“ werde und hier ein neues Zuhause finde.
Bei der anschließenden formalen Ordination folgten dem Vortrag des betreffenden Grundartikels der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau durch Präses Horst Schopbach die Schriftlesungen von Prädikantin Angelika Haber, Tanja Picard und Pfarrer i.R. Hans-Joachim Freytag. Dem Ordinationsvorhalt und der Frage an die Ordinandin fügten sich Propst Eibachs Frage an die Gemeinde, den Kirchenvorstand und Mitarbeiter sowie die Fürbitte an. Bei der Sendung und Segnung Xenia Mais wurde Propst Eibach von Pfarrer Freytag, Pfarrer Hampel, Gerhard Habermehl und Tanja Picard assistiert.
Eingebettet war Pfarrerin Mais Predigt in die Strophen des Liedes „Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren“. Ihrer Predigt lagen die Kapitel 3 bis 14 des Epheserbriefes zugrunde: „Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns gesegnet hat mit allem geistlichen Segen im Himmel durch Christus …“. Mai reflektierte den Begriff „Lob“ in vielen Nuancen. Echtes Lob bedürfe der Einsicht in das Positive, das darin ausgedrückt werden soll. So gelte ihr als Theologin ein Satz wie „Sie haben aber schön gesprochen“ nicht so viel wie die Einsicht „Sie haben einen komplizierten Bibeltext gut erklärt und ausgelegt“. „Ein pauschales Lob bleibt schal“, stellte die Pfarrerin fest, „und ist nur eine Lobhudelei“. Bereits Kindern werde beigebracht, dass „Eigenlob stinkt“.
Die lokalen Teile der Tageszeitungen seien „voll von Lob“ für Menschen, die sich in ihrem Umfeld für gemeinschaftliche Ziele engagierten. „Und das ist gut so, denn damit wird diese Arbeit nicht nur zur Kenntnis genommen, sondern auch gewürdigt“, folgerte Mai. Das Lob Gottes werde im kirchlichen Alltag oft automatisiert und so zum bloßen Ritual. Es komme aber darauf an, den Grund für dieses Lob zu erkennen und zu verinnerlichen, der in Gottes Verheißung von Erwählung, Erlösung und Hoffnung – „drei zutiefst menschlichen Sehnsüchten“ – liege, und die in Jesus Christus bereits konkret geworden ist. In Anbetracht dessen „drängt es Menschen, Gott zu loben“.
Den musikalischen Schlusspunkt des Gottesdienstes setzten die drei Chöre mit den stimmungsvollen „Irischen Segenswünschen“. Im Anschluss an den Festgottesdienst trafen sich die Gäste zu einem Empfang mit Kaffee und Kuchen in der Auerberghalle, und hier bestand die Gelegenheit, mit der neuen Pfarrerin ins Gespräch zu kommen.
(Ralf Doerschner - Referent für Öffentlichkeitsarbeit - Ev. Dekanat Alsfeld)

 

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